Nach fast zwei Wochen krankheitsbedingter Laufpause habe ich mich zum 10km-Lauf „Rund um Fierlich“ in Bönen angemeldet, damit ich mal für meinen Verein TV Werne 03 an den Start gehen konnte. Meine Lauffreunde Anja und Daria waren ebenfalls angemeldet. Mein Schatzi Sven, den ich leider mit meiner Erkältung mit angesteckt hatte, war zwar noch nicht 100% fit, aber er wollte für mich den Pacemaker machen, damit ich den 10er mal unter einer Stunde schaffe.

Am Sonntag fuhren wir alle gemeinsam nach Bönen. Auf der Hinfahrt waren wir alle guter Dinge. Als wir ankamen und aus dem Auto stiegen, dachten wir „wir sind in Sibirien“. Der Wind pfiff uns nur so um die Ohren und es war rattenkalt. Wir alle stellten fest, dass wir zu dünn angezogen waren. Aber das Laufen würde uns schon erwärmen. 😉

Die Orga war super. Voranmeldungen und Nachmeldung verlief reibungslos. Dann ging es zum Warmlaufen. Man merkte schon ganz schön den Gegenwind. Was angeblich noch auf der Strecke schlimmer werden sollte.

Anja und Daria stellte sich weit vorn in den Startblock und Sven und ich reiten uns weiter hinten ein. Den Startschuss haben wir nicht hören können, sind dann aber mit der Menge einfach losgelaufen. Ich hielt mich wie immer an Svens Anweisungen, erst einmal durch die Menge nach vorne zu laufen. Die ersten 2km ging es auch ganz gut. Danach fing der Gegenwind an und bei km4 erreichte uns ein Berg, der steil war und mich völlig aus dem Rhythmus geworfen hat. Leider war diese Anhöhe für mich nur gehend möglich. Frustration baute sich bei mir auf. Der Kopf spielte ab hier schon nicht mehr mit. 🙁

Bei km 5 und 6 kam ich über ne Pace von 7:00 nicht hinaus. Bei km 7 sagte Sven mir, mach größere Schritte und halte die Arme auf Hüfthöhe. Das klappte zwar sehr gut und ich bekam auch wieder mehr Schwung, nur war diese neue Laufmethode für mich anstrengender als mein eingespielter Laufstil, so dass ich meinen Rhythmus jetzt richtig verloren hatte. Auf den letzten 3km war die Luft so richtig raus. Gegenwind, Frustration, müde Beine, Gehpausen und nur noch den Wunsch ins Ziel zu kommen, machten sich mega breit.

Sven und ich liefen sodann bei 1:10:21 ins Ziel.

Ich war so froh, dass es vorbei war und ärgerte mich so über mich selbst.

Werde jetzt einen Haken dahinter machen, mir die Laufschuhe jetzt wieder mehr anziehen und fleißig trainieren. Fazit: Am Dienstag bin ich am Dahl und werde dort meine Runden drehen. VERSPROCHEN!

Meinem Schatz Sven danke ich für die tolle Unterstützung. Ohne ihn wäre ich nicht ins Ziel gekommen. :-*

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