Am Samstag wurde ein Traum wahr, den ich, seitdem ich laufe, habe.

Ich habe als ich mit dem Laufen angefangen habe irgendwo von einem Untertage-Marathon gelesen und ich als Gruben/Zechen-Fan dachte mir direkt, das Ding will ich Laufen.

Bei Facebook hörte ich dann von Holger, dass der Untertage-Marathon dieses Jahr das letzte Mal stattfindet. Obwohl der Berlin-Marathon zu diesem Zeitpunkt bereits gebucht war und nur 7 Wochen Zeit dazwischen lag, habe ich mich trotzdem angemeldet.

15.11.2014 (3)Wir haben uns Freitag in Richtung Thüringen begeben, da wir uns Abends dort mit Holgy, Kerstin, Volker, Andrea, Rainer und Bernhard zum Pizzaessen in Sondershausener „besten“ Pizzeria treffen wollten.  Sagen wir so, es war ein Erlebnis! 😉

Der Samstag nahte schnell. Da unser Hotel im 20km entfernten Nordhausen war, mussten wir noch einiges an Fahrzeit einplanen. Da in dem Hotel weitere Läufer untergebracht waren, war es kein Problem, dass wir bereits um 6:45Uhr Frühstücken konnten. Mein Blutzucker passte zum Aufstehen perfekt, so dass ich noch frühstücken konnte.

Foto 15.11.14 08 18 27Nach dem Frühstück haben wir uns auf den nebligen Weg nach Sondershausen zum Schacht gemacht, um uns dort mit den anderen „Maulwürfen Holy, Kerstin, Volker, Andrea, Rainer und Bernhard“ zu treffen. Wir holten direkt meine Startunterlagen, was ohne Probleme und Wartezeiten perfekt organisiert war. Dann stellten wir uns zusammen in die Schlange, um in den Schacht zu fahren. Nach etwa 30min waren wir dann dran, Sabrina hatte ein wenig Angst mit dem dunklen Aufzug zu fahren, die 700m runter gingen aber recht schnell; ich schätze etwa 1-2 min dauerte die Fahrt.

Unten angekommen waren wir direkt ein bisschen von der Größe begeistert. Wir haben uns dann umgezogen und das erledigt, was der Läufer so vorm Lauf erledigt :-).

Da noch nicht alle Läufer unten waren, war der Start 30min später. Die anderen „Maulwürfe“ und ich stellten uns dann an den Start, soweit vorne bin ich noch nie gestartet 😉 Foto 15.11.14 10 09 49Nach dem Startschuss ging es dann direkt in die erste Kurve, mitgerissen von der Menge war ich viel zu schnell auf den ersten Metern; der Anfang der Strecke war nur leicht wellig und es ging mehr Bergab als Bergauf. Ich musste mich erstmal dran gewöhnen mit einem Gefälle (geschätzt) zwischen 10-15% zu laufen; ich versuchte die Schläge mit den Beinen abzufedern, was mir auch gut gelang. Nach 1,8km kam der erste Verpflegungspunkt. Ich hatte mir vorgenommen alle 1,8km Wasser zu trinken. Nach dem Verpflegungspunkt ging es erst noch ein Stück leicht wellig und bergab weiter. Am tiefsten Punkt der Strecke war es dann auch schon sehr warm; ich schätze es müssen so um die 30°C gewesen sein. Die Luftfeuchtigkeit da unten liegt bei 30%. Beim letzen Kilometer vor dem Rundenende zeigte die Strecke sich von seiner harten Seite; es ging nur noch bergauf und das wieder mit 10-15% Steigung. Ich bin an diesem Stück von Anfang an gegangen und war mit einem guten Schritt recht flott unterwegs und habe sogar andere Läufer, die weitergelaufen sind, im Gehen überholt.

Nach der Steigung müsste man nur noch einmal rechts und dann sah ich schon Sabrina, die mit ihrer Trommel für gute Stimmung gesorgt hat.

Beim Vorbeilaufen rief sie mir zu, dass ich viel zu schnell bin; eigentlich hatte ich mir vorgenommen, die 3,5km Runde in 25min zu laufen, nach nicht einmal 22min war ich mit der ersten Runde durch.

In der zweiten Runde wurde mir dann bewusst, dass ein kompletter Marathon für mich da unten aktuell nicht möglich sei und ich sagte Sabrina, sie soll Fragen, ob ich, wenn ich beim Halbmarathon rausgehe, auch eine Wertung und vor allem eine Medaille bekomme.

In Runde 3 rief sie mir dann zu, dass es geht und somit wusste ich, dass ich die Hälfte geschafft habe. Die vierte Runde war dann noch einmal richtig hart, aber ich wollte wenigstens den Halbmarathon nach Hause bringen. Die Rundenzeiten wurden schlechter; für Runde 5 und 6 war ich dann über 26min unterwegs.

Foto 15.11.14 10 51 15In der letzten Runde habe ich dann den letzten Anstieg teilweise laufend genommen: nach der letzen Kurve wartete Sabrina dann auf mich und schrie „da lang, du musst da lang zum Ziel“ ich wäre fast in die 7. Runde gestartet.

Wir liefen dann zusammen durchs Ziel und Sabrina durfte mir dann die Medaille umhängen. Fertig, aber glücklich setzte ich mich erstmal, um kurze Zeit später Volker im Ziel begrüßen zu können.

Dann gingen wir wieder zu dem Punkt, wo Sabrina beim Anfeuern stand, dort warteten Kerstin, die die erste Frau beim Halbmarathon geworden ist und Andrea, die die Zweite in ihrer AK wurde und es auch schon hinter sich hatten und Rainer, der nach Runde zwei ausgestiegen war.

Wir feuerten dann noch Holgy und Bernhard an und machten uns dann auf den Weg zur Siegerehrung. Dort traf ich dann noch den Vereinskollegen vom TV Werne, Detlef, der auch den zweiten Platz in seiner AK gemacht hatte; ihn habe ich auf der Strecke auch kurz gesehen, hab ihn aber nicht einholen können.

Fazit: Es war ein toller Lauf, der perfekt und mit viel Liebe organisiert wurde. Auch, wenn ich mein Ziel Untertage einen Marathon zu laufen nicht ganz geschafft habe, bin ich trotzdem Stolz; ich habe vielleicht im richtigen Moment aufgehört, um mich nicht zu verletzen. Auch wenn es in Sondershausen vorerst der Letzte war, gibt es im Februar 2015 ja immer noch Merkers 500m unter Tage 😉 mal schauen vielleicht mach ich den noch als Marathon.

Ergebnis: 2:28:42 Platz 15 AK35 für einen halb Marathon mit 540hm bin ich zufrieden

Ergebnisse

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